Der Fall 2018

Unser Kooperationspartner, die Rechtsanwalts-, Steuerberater und Wirtschaftsprüfungskanzlei PSP wurde von einem ihrer Mandanten beauftragt, eine Ausschreibung für eine Vermögensverwaltung durchzuführen. Der Mandant ist eine rechtsfähige, gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in München. 

Das anzulegende (Teil-)Vermögen beläuft sich auf 4 Mio. EUR. Die Stiftung strebt den realen Erhalt des Stiftungskapitals an. Darüber hinaus möchte der Stiftungsvorstand die verwendbaren Mittel maximieren; mindestens aber sollen rund 100.000 EUR je Jahr an verwendbaren Erträgen zur Verwendung für den Stiftungszweck erwirtschaftet werden. 

Rücklagen aufbauen

Gemäß Stiftungssatzung dürfen realisierte Umschichtungsgewinne nicht für den Stiftungszweck verwendet werden.

Die Stiftung verfügt über keine relevante Umschichtungsrücklage. Wenn möglich sollen aus der Verwaltung des Vermögens Reserven über die zur Verfügung stehenden bilanziellen Rücklagen oder nicht realisierter Gewinne aufgebaut werden, um für Phasen einer negativen Entwicklung an den Kapitalmärkten über einen Ergebnispuffer zu verfügen. 

Bereit zu höheren Risiken

Die Stiftung möchte das Kapital wirtschaftlich im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen anlegen und ist unter Berücksichtigung dieser Vorgaben grundsätzlich bereit, höhere (Schwankungs-)Risiken einzugehen und in diesem Sinne eine höhere Aktienquote zuzulassen. 

Anlagerichtlinie erarbeiten

Hinsichtlich der Anlageformen bestehen (noch) keine Restriktionen. Anlagerichtlinien für die Stiftung sollen vielmehr im Rahmen dieses Ausschreibungsverfahren entwickelt werden. Die Vermögensmanager sind gebeten worden, die Chancen und Risiken der von ihnen gewählten Anlageformen und deren Zusammenwirken im Portfoliokontext nachvollziehbar darzustellen. 

Das Angebot sollte möglichst folgende Elemente enthalten:

  • Kurzpräsentation Ihres Hauses, insbesondere Eigentümerstruktur, verwaltetes Vermögen, für das Mandat verantwortliche Mitarbeiter
  • Beschreibung der Anlagephilosophie, insbesondere spezielle Expertise, strategische/taktische Allokation
  • Darstellung des Track-Record auf Basis vergleichbarer Mandate, insbesondere Benchmarkvergleich, wesentliche Gewinner und Verlierer der letzten Jahre
  • Anlagevorschlag in Form eines Musterportfolios in Verbindung mit Angaben zur Renditeerwartung und Darstellung der verwendbaren Erträge
  • Angaben zu den Anlagerisiken und Reporting, insbesondere Stresstest und Szenariobetrachtung, Risikomanagement, Musterreporting, Schnittstellen zu Buchhaltungssystemen
  • Darstellung der Kosten der Verwaltung (Gesamtkosten des Mandats)
  • Ableitung einer Anlagerichtlinie entsprechend der strategischen Bandbreiten.

Angebotsfrist bis Mitte Januar 2018

Die Unterlagen waren bis spätestens zum 15. Januar 2018 einzureichen. Angesprochen wurden 56 Adressen. 38 reichten ein Angebot ein. 

Beauty Contest im Februar

Ein persönliches Treffen zur Besprechung der besten Angebote (Beauty Contest) findet am 28. und 29. Februar statt.