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Performance-Projekt VI Stiftungs-Depot: Deutlicher Mehrwert in der Krise

• Im Performance-Projekt VI, das wieder ein Stiftungs-Depot zur Grundlage hat, zeigen die Stiftungsmanager voll ihr Können: 30 von 38 sind besser als die Benchmark

• Die FV Frankfurter Vermögen AG liegt nach Punkten nach neun Monaten vorne, gefolgt von der Freien Internationalen Sparkasse und der Neue Bank

• Die große Mehrzahl der Depots liegt im Minus – allerdings nur sieben Teilnehmer noch tiefer als die Benchmark

 

Berlin, 19. Oktober 2020. Neun Monate seit Projektstart sind ein kurzer Zeitraum. Und im Performance-Projekt VI fiel er zudem voll in die Corona-Krise. Doch die Stiftungsmanager zeigten in der Krise (überwiegend) ihr Können: ganze 30 von 38 Häusern schlagen die passive Benchmark nach Punkten. Über einen kurzen Krisen-Zeitraum können sie ihren Mehrwert scheinbar deutlich zeigen. Bei den bereits länger laufenden Projekten ist dies so nicht ersichtlich.

Allerdings hat die große Mehrzahl bisher Geld verloren. Das ist im Zuge der Corona-Krise nichts Überraschendes. Immerhin haben es aber neun Vermögensverwalter (und damit einer mehr als noch vor drei Monaten) geschafft, dennoch ein Plus zu erwirtschaften. Dazu gehören neben der FV Frankfurter Vermögen AG die Freie Internationale Sparkasse S.A., die Neue Bank AG, Spiekermann & Co AG, Dahl & Partner Vermögensverwaltung AG, Volksbank Vorarlberg e. Gen., Knapp Voith Vermögensverwaltungs AG, Capital Bank - GRAWE Gruppe AG und die Liechtensteinische Landesbank.

Stiftungs-Depot mit 5 Mio. Euro Ausgangsvermögen

Die Vermögensverwalter sind aufgerufen, das liquide Vermögen der gemeinnützigen Stiftung eines aktienaffinen Stifters über fünf Jahre zu managen. Als Startkapital stehen 5 Millionen Euro zur Verfügung. Laut Satzung sind bis zu 50 % in Aktienanlagen zulässig.

In der Vermögensanlage sollten nachhaltige Anlagen (ESG, SRI) integriert sein, jedoch ist keine ausschließliche Nachhaltigkeit notwendig. Jährlich sollen 2 % Ausschüttungen, also 100.000 Euro, aus ordentlichen Erträgen unter Berücksichtigung der steuerlichen Restriktionen für Ausschüttungen erfolgen. Dies sind Dividendenzahlungen von börsennotierten Unternehmen und Zinsen von Staats- oder Unternehmensanleihen ebenso Fondsausschüttungen. Außerordentliche Erträge (aus Wertsteigerungen der Wertpapiere) sind zu thesaurieren, also anzusparen.

Das Stiftungsvermögen hat einen "ewigen Anlagehorizont". Entsprechend ist das Vermögen zu managen (keine zwingende Berücksichtigung einer Anlagedauer von 5 Jahren (Projektdauer). Die Vermögensverwalter können eine individuelle Pauschalgebühr (all-in-fee inkl. Umsatzsteuer) ansetzen. Sie wird vierteljährlich belastet. Bemessungsgrundlage ist das jeweilige Vermögen der Stiftung einschließlich Liquiditätskonto. 

Freie Strategiewahl

Jedem Teilnehmer steht es frei, wie er das Ziel erreichen will. Grundsätzlich stehen alle an einer Börse frei handelbaren Wertpapiere zur Verfügung. Lediglich Futures und Optionen sind über die Plattform nicht abbildbar. Sie wird von der vwd GmbH zur Verfügung gestellt. Der Finanzdienstleister steuert ebenfalls die Datengrundlage zum Performance-Projekt bei.

Jeder Vermögensmanager kann über die Höhe der Kosten eigenständig entscheiden. Sie werden bei der Renditeberechnung berücksichtigt. Die drei Bewertungskriterien werden gleichgewichtet. Sie wurden mit dem Zentrum für Asset und Wealth Management, WHU Otto Beisheim School, erarbeitet. Die FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ ist durch FUCHSBRIEFE Geschäftsführer Ralf Vielhaber als Beirat sowie Dr. Richter, Geschäftsführer Dr. Richter | IQF, als assoziiertes Mitglied des Zentrums vertreten.


Erstellt von Philipp Heinrich