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Das Performance-Projekt IV ist beendet

Das Performance-Projekt IV ist beendet! 73 Banken und Vermögensverwalter wollten zeigen, dass Sie das Handwerk der Vermögensverwaltung beherrschen – und das besser als die Benchmark. Über fünf Jahre waren die Teilnehmer dazu aufgerufen, ein Vermögen von 3 Mio. EUR eines Privatkunden zu managen. Wer schnitt dabei am besten ab?

30.000 EUR wollte der Kunde pro Jahr für sich daraus ziehen – die galt es mindestens zu erwirtschaften. Wer den nominalen Kapitalerhalt (zuzüglich dieser Entnahmen) nach 5 Jahren Laufzeit nicht gewährleisten konnte, musste Punktabzüge hinnehmen. Ebenso gab es Punktabzug, wenn der vom Kunden maximal gewünschte Verlust von 15% vom letzten Höchststand überschritten wurde.

Ein Depot aus Indexfonds bildete die zu schlagende Messlatte. Die Idee dahinter ist simpel: Ein Privatier, der nicht zu einem Vermögensverwalter gehen würde, stellt sich aus einigen wenigen Indexfonds ein „naives“ Portfolio zusammen. Indexfonds (ETF) sind gut handelbar, kostengünstig und decken einen breiten Markt ab. Unser Benchmark-Depot bestand aus vier ETF – zwei Aktien-ETF und zwei Anleihen-ETF. Der Aktienanteil lag bei 30%.

Die Leistung des Benchmark-Depots ist durchaus präsentabel. 527.000 EUR erwirtschaftete das Depot in den fünf Jahren – nach Entnahmen der 30.000 EUR p.a. blieben noch immer 3.377.000 EUR auf dem Konto. Maximal zulässiger Verlust und Kapitalerhalt wurden beinahe immer erreicht: von 2.000 Punkten mussten dafür lediglich 17 abgezogen werden. Damit kommt die Benchmark im Wettbewerb auf den 14. Rang.

Das heißt im Umkehrschluss: 13 Teilnehmer waren besser als die Benchmark – die übrigen 60 schafften es nicht (nach Punkten) besser zu performen als das Index-Portfolio. Die 13 Besten sind in alphabetischer Reihenfolge: Capital Bank, Dr. Kohlhase Vermögensverwaltungsgesellschaft, Freie Internationale Sparkasse, Früh &Partner Vermögensverwaltung, Fürst Fugger Privatbank, German Capital Management, Globalance Bank, Kathrein Privatbank, Klingenberg & Cie. Investment, Liechtensteinische Landesbank (Österreich), Raiffeisen-Landesbank Steiermark, von der Heydt und Co. sowie die Wagner und Florack Vermögensverwaltung.

Fazit: Gerade einmal 17% der Teilnehmer schaffen es im Performance-Projekt IV die Benchmark zu schlagen. Bei den Übrigen stellt sich die Frage, welchen echten Mehrwert sie einem Kunden in der Vermögensverwaltung bieten können.

Hinweis: Ende April wird zum Projekt IV ein ausführlicher Report erscheinen. Darin gehen wir detailliert auf Projekt und einzelne Teilnehmer ein

 

 


Erstellt von Philipp Heinrich