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Vermögensberater: Branche enttäuscht auf ganzer Linie

Berlin, Hannover, 19. November 2019. Die meisten Banken und Vermögensverwalter schaffen es nicht, jüngeren Anlegern ein attraktives Angebot für ihre Vermögensanlage zu machen. Das ist das Ergebnis des aktuellen Markttests der FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ für die Top Vermögensmanager 2020.

Nur einem Drittel der 70 getesteten Adressen gelingt es, jüngere Kunden mit einem Anlagevermögen von 750.000 € für sich zu gewinnen. Die Kunden hatten sich schon zuvor ein Portfolio mit kostengünstigen ETFs auf der Strategieplattform justETF zusammengestellt. „Viele Vermögensverwalter beschäftigen sich nicht mit den vorgelegten Depots der Kunden. Dabei hätten diese detailliert Auskunft über die Risikobereitschaft und die Renditeerwartung der Kundschaft gegeben“, bemängelt Ralf Vielhaber, Herausgeber der Fuchsbriefe.

Schon zum 17. Mal hat die FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ die Anbieter im deutschsprachigen Raum unter die Lupe genommen. Dabei wurden die Teilnehmer in den Kategorien Beratungsgespräch (45 %), Transparenz (20 %), Vermögensstrategie (20 %) sowie Portfolioqualität (15 %) untersucht. Immer mehr zeichnen sich Qualitätsunterschiede in den untersuchten Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein ab. Von den 7 Anbietern, die die Note „sehr gut“ erhielten, kommen 5 aus Österreich, die anderen beiden stammen aus der Schweiz und Liechtenstein. Die TOPS 2020 sind: Bankhaus Carl Spängler, Walser Privatbank, Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz), Bankhaus Krentschker, Kathrein Privatbank, Capital Bank, Liechtensteinische Landesbank.

Auch die Ewige Bestenliste der Tops wird inzwischen von drei Häusern aus Österreich angeführt: dem Bankhaus Carl Spängler, der Walser Privatbank sowie Gutmann Private Bankers.

Die beste deutsche Adresse war in diesem Jahr die Bethmann Bank mit der Gesamtnote „gut“. „Vor allem in Deutschland sehen wir einen klaren Trend zur Standardisierung. Viele Anbieter haben noch keinerlei Bewusstsein für die digitale Konkurrenz der Robo Advisors entwickelt“, stellt Dr. Jörg Richter, Leiter des Instituts Dr. Richter | IQF, fest. „Man muss sich sehr genau umschauen, um noch individuelle Beratung auf Top-Niveau zu erhalten“, fasst FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Ralf Vielhaber zusammen. „Die gute Botschaft ist: Es gibt sie vereinzelt noch.“

Immer mehr Anbieter versuchen die Preise zu erhöhen, da die staatliche Regulierung den Privatbanken immer mehr bürokratischen Aufwand bereitet, der die Kosten antreibt. Doch je mehr die Anbieter die Preise erhöhen, desto attraktiver wird die Konkurrenz der digitalen Anlageplattformen.

 

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Rückfragen bitte an Verlag Fuchsbriefe, Albrechtstr. 22, 10117 Berlin, Tel. 030 / 2888 17-0 oder info@fuchsbriefe.de

Weitere Informationen stellen wir Ihnen auf Anfrage zur Verfügung. Unsere Experten stehen zudem gern für Interviews zur Verfügung. Der ausführliche Report »Mensch vs. Maschine – wer schafft mehr Wert?« (60 Seiten) ist für 74 € erhältlich.

 

 

Die FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ wurde 2003 gegründet und ist ein Zusammenschluss zwischen dem Verlag FUCHSBRIEFE, Berlin und dem Institut DR. RICHTER | IQF, Hannover. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Qualität im Private Banking zu untersuchen und transparent zu machen. Ihre Prüffelder sind die Beratung Vermögender, das Management von Stiftungsvermögen, die Vermögensverwaltung und die Vertrauenswürdigkeit der Anbieter von Vermögensdienstleistungen.