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Top-Beratung, aber Sympathien im Anlagevorschlag verschenkt

Pictet punktet mit einem überdurchschnittlichen Beratungsgespräch, das nicht nur umfassend und verständlich informiert und den Kunden genau bei seinen Bedürfnissen abholt, sondern trotz der Informationsfülle strukturiert und zeitlich effizient abläuft. Günstig ist die Vermögensverwaltung bei Pictet nicht, aber dafür bekommt der Kunde auch ein sehr gutes Dienstleistungspaket geboten. Erst auf der Zielgeraden lässt das Haus dann im Wettbewerbsvergleich doch deutlich nach.

Teilhaber Rémy Best beschreibt die Pictet-Gruppe im private banking magazin-Interview mit den Worten: “Wir sind ein 214 Jahre altes Start-up”. Das weckt Neugierde – schließlich erscheint die Assoziation einer alteingesessenen Private Banking-Institution mit oft kurzlebigen Start-up-Geschäftsmodellen als Widerspruch in sich. Pictet zeichnet eine lange Tradition aus, man legt aber Wert auf Innovation, versteht sich weder als Großkonzern noch als Familienunternehmen, will Kunden von den langjährigen Erfahrungen profitieren lassen, ihnen aber zugleich zeitgemäße Beratung anbieten. Wir sind gespannt, wie gut es dem Haus gelingt, diese vielleicht nur scheinbaren Widersprüche unter einen Hut zu bekommen.

 Auf der in edlen Grau- und Bordeaux-Tönen gehaltenen Website von Pictet wollen wir uns einen ersten Eindruck verschaffen. Unter Wealth Management / Verwaltungsmandate erfahren wir etwas über die Anlageleitlinien des Hauses: “Wir sind überzeugt, dass Anlageentscheidungen besser mit einem langen Anlagehorizont getroffen werden. Allerdings verlangt dies bisweilen den Mut zum Durchhalten, wenn kurzfristige Ergebnisse enttäuschen.”

Das klingt erstmal nicht nach Start-up, sondern für den sicherheitsorientierten Anleger wohltuend konservativ. Pictet bietet Multi-Asset und Single-Asset-Mandate an, erstere in den Ausführungen “klassisch” und “maßgeschneidert”, zweitere für Aktien, festverzinsliche Anlagen und alternative Anlagen. Eine breitgefächerte Auswahl also. Wir bekommen jedoch auch den Eindruck eines Hauses, das “Schwergewichte” mit großen Vermögen betreut. Ob wir da mit unserem vergleichsweise kleinen Anlagebetrag ins Profil passen? Wir werden sehen.

 

Der Kunde und sein Anliegen

Wir sind 33 Jahre alt, unverheiratet und leben in Berlin. Vor 20 Jahren hat unsere vermögende Großmutter ohne unser Wissen für uns eine Term-Fix-Lebensversicherung abgeschlossen, die zum Jahresende 2018 an uns ausbezahlt wurde. Der Betrag von 750.000 Euro liegt zur Zeit noch auf einem Girokonto bei einer deutschen Sparkasse. Dort möchten wir es natürlich nicht lassen, schließlich erzielt das Geld so keinerlei Rendite, sondern verliert nur an Kaufkraft. In drei Jahren erhalten wir noch einmal denselben Betrag, so dass ein Vermögensverwalter, der uns zu überzeugen vermag, ggf. 1,5 Millionen für uns anlegen darf.

Mehr lesen Sie im kostenpflichtigen PROFERSSIONAL-Account unter www.fuchsbriefe.de

 


erstellt von Ralf Vielhaber