Die Aufgabe und Wie wir werten

Die Aufgabe

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  • Die Vermögensverwalter sind aufgerufen, das liquide Vermögen der gemeinnützigen Stiftung eines aktienaffinen Stifters über fünf Jahre zu managen.
  • Als Startkapital stehen 5 Millionen Euro zur Verfügung.
  • Laut Satzung sind bis zu 50 % in Aktienanlagen zulässig.
  • In der Vermögensanlage sollten nachhaltige Anlagen (ESG, SRI) integriert sein, jedoch ist keine ausschließliche Nachhaltigkeit notwendig.
  • Jährlich sollen 2 % Ausschüttungen, also 100.000 Euro, aus ordentlichen Erträgen unter Berücksichtigung der steuerlichen Restriktionen für Ausschüttungen erfolgen. Dies sind Dividendenzahlungen von börsennotierten Unternehmen und Zinsen von Staats- oder Unternehmensanleihen ebenso Fondsausschüttungen.
  • Außerordentliche Erträge (aus Wertsteigerungen der Wertpapiere) sind zu thesaurieren, also anzusparen.
  • Das Stiftungsvermögen hat einen "ewigen Anlagehorizont". Entsprechend ist das Vermögen zu managen (keine zwingende Berücksichtigung einer Anlagedauer von 5 Jahren (Projektdauer)).
  • Die Vermögensverwalter können eine individuelle Pauschalgebühr (all-in-fee inkl. Umsatzsteuer) ansetzen. Sie wird vierteljährlich belastet. Bemessungsgrundlage ist das jeweilige Vermögen der Stiftung einschließlich Liquiditätskonto.

Das Benchmark-Portfolio

Die Messlatte für die Leistungen der Vermögensverwalter in Projektrunde IV ist analog zum Vorgängerprojekt  ein sogenanntes Benchmark-Portfolio. Der Stifter ist bei der Zusammenstellung wie ein naiver Anleger vorgegangen. Er kauft zum Beginn des Projekts mehrere kostengünstige ETF – börsengehandelte Indexfonds. Er bildet damit eine Aktienquote von 45 % ab. Der Rest wird in Anleihen und ggfs. in Rohstoffe angelegt. Die genaue Zusammensetzung des ETF-Portfolios wird im 4. Quartal 2019 bekannt gegeben.

Dies Portfolio ist eine logische Messgröße, denn der Stifter beauftragt nur dann einen Portfoliomanager, wenn dieser es aufgrund seiner besseren Marktkenntnisse, längeren Erfahrungen oder anderer Fähigkeiten schafft, auf lange Sicht nach Kosten einen erkennbaren Mehrwert durch eine höhere Rendite und / oder eine geringe Schwankungsbreite (Risiko) zu liefern. 

Das Portfolio wird – je nach Wertentwicklung der Komponenten – halbjährlich in seine Ausgangsstruktur zurückgeführt, erstmalig per 01.07.2020. Dieses Rebalancing ist nötig, damit nicht, etwa bei einer hervorragenden Entwicklung der Aktienmärkte, dieser Vermögensbaustein allein durch Wertsteigerung ein deutliches Übergewicht und das Portfolio somit eine Unwucht erhält. Beim Rebalancing würden im Beispielfall Anteile der Aktien-ETF verkauft und Anteile der Renten-ETF hinzugekauft.

Aus dem regelbasierten Rebalancing  ergeben sich auch die einzigen Transaktionen, die im Benchmark-Depot stattfinden. Als Depotbank wählt der Stifter eine Direktbank. Er rechnet mit jährlich acht Transaktionen (Anfangsinvestition bzw. 2 x Rebalancing). Eine Depotgebühr fiele nicht an. Als Transaktionsgebühren fallen 0,01 % p. a. (ca. 25 Euro fix je Transaktion) an. 

Die Bewertung

In jedem Quartal ermittelt unser Projektpartner vwdhttps://www.vwd.com/home/ die Bewertungskenngrößen des Benchmark-Depots und der Teilnehmer-Depots inklusive des jeweiligen Liquiditätskontos. Dabei werden  die bewährten Kennzahlen Rendite (Wertzuwachs), Omega (Performancemaß mit Betrachtungen der positiven und negativen Monate) und Sortino Ratio (Risikomaß) zu Grunde gelegt.

Die Differenz zwischen der Entwicklung des Benchmark-Depots und der jeweiligen Teilnehmerleistung wird in Punkte übersetzt. Eine positive Abweichung zum Benchmark-Portfolio bringt Pluspunkte, eine negative Minuspunkte.

Werden die Ziele der Stiftung „Mindestausschüttung“ und / oder „maximaler Verlust“ nicht eingehalten, berücksichtigen wir dies durch Punktabzüge (Minuspunkte). Die Details der Bewertung werden gesondert veröffentlicht (zum Beginn des Projekts).

  

Maluspunkte für nicht erreichte Ausschüttungen

Das Verfahren zur Berechnung der Maluspunkte bei Nicht-Erreichen der Ausschüttungen ist hier erläutert.